10/07/2007


Berge aus Wolken

Selbst die Gräser erschauern

Vor soviel Schönheit


10/02/2007






Tau küßt Spinnfäden

verbläuender Horizont

Morgensonnengruß

2/15/2007

Umbruch, Aufbruch, Staub

Wirbelt aus alten Ecken

Sinkt nieder als Morgentau

2/11/2007

Tintenwolken schwer

hängend über uns ziehen

Februar grimmend

1/05/2007

Zeiten ändern sich

Nachtfahrt unsrer Mondin bleibt

Sie kennt die Stunden

1/02/2007


Canale Grande im December

Winternebeltraum

Gondeln schaukeln sanft im Schlaf

Schleier deckt sie zu

9/10/2006

Jahreslauf

Opalglänzende Mondin

Im Zeichen Fische schwimmst du

Ruhig durch die Nacht

Im Haiku verweilen

Autumnal


Sommerkraft reist fort

Kartoffelfeuer glühen

Persephones Zeit

7/27/2006







Eicheln fallen schon

Rosengarten leuchtet noch

Sommer atmet aus.

7/16/2006

Rast auf der Stufe

Tempelglocke schwingt bebend


Wasserfallrauschen



Kyoto / Japan 11. Juli 2006

6/30/2006

Sommer

Sommer


Glühwürmchen taumeln

Kater schaut nach der Liebsten

Menschen lieben sich

5/01/2006

Sonnenstrahl küßt die

Feuchten Knospen am Morgen

Springen mittags auf

Words on white paper

Express today’s impressions

Spring birds sing my song.

4/03/2006

Frühlingsversprechen

leuchtende Sonnenstrahlen

blinken im Fenster

3/24/2006

Schnee schmilzt zu Wasser

Drossel trinkt und pickt den Wurm

Sonne küsst Krokus
Mein Vogelbeerbaum

Knospenschatten wirft der Mond

Bald blühst du wieder.

3/17/2006

Im Haiku verweilen


Alle Haikus in diesem Blog sind meine eigenen, von mir erdachten und geschriebenen.

Das Urheberrecht liegt allein bei mir, der Autorin. Private und kommerzielle Nutzung nur nach Absprache.
Wir wechseln am 20. März von der Jahreszeit Winter zur Jahreszeit Frühling. Die Jahreszeiten spielen eine große Rolle im Haiku. Daher möchte ich hier einige Informationen zur Gedichtform des Haiku geben:

Das Haiku ist die kürzeste Gedichtform der Weltliteratur. Die Herkunft ist Japan. Es besteht aus einer einzigen Strophe von drei Zeilen mit insgesamt nur siebzehn Silben.

Aufgabe eines Haikus ist es, einen Erlebnisaugenblick so in Worte zu fassen, daß es uns, bei aller Kürze des sprachlichen Ausdrucks, dennoch auf die Wirklichkeit des ihm zugrunde liegenden Bildes hinweist und etwas von dessen Weltgehalt mitteilt.

Es soll in uns vor allem die Bild- und Gedankenzusammenhänge wachrufen, die mit der betreffenden Jahreszeit einhergehen.

Zitiert nach: Jan Ulenbrook, Kirschblüten und Wilde Astern, Japanische Haikus, München 1989
Eisiger Wind weht im Feld

Kein Wurm zu sehen

Knospenspitzen zittern sacht.