3/13/2018


Drei Tage bereitete ich mich auf meine Reise vor, packte einige Sachen zum Anziehen und Essen ein. Dann ging ich zu meinem Vater um ihm zu sagen, dass ich nun bereit war. Mein Vater saß an seinem Tisch und schrieb mit einer Feder in ein dickes schwarzes Buch.
„Vater, die Zeit ist gekommen, dass ich Abschied nehmen muss!“
Mein Vater stand auf – ich kniete vor ihm nieder. Er legte mir seine Hand auf den Kopf und hob mich hoch. Wir umarmten uns.
„Möge der Segen des großen Geistes immer auf Dir ruhen, mein Sohn Lilienprinz. Meine Gedanken sind bei dir, bis wir uns wiedersehen.“
Ich ging zum Stall, bestieg mein Pferd und verließ unsere Burg.
Nun bin ich schon sieben Tage auf der Reise und heute habe ich dich endlich getroffen, liebe Lilli. Ich bin so glücklich, dass ich nun nicht mehr allein bin. Lasst uns unsere Taschen packen und weiterziehen. Mein Pferd hat sich gestärkt und mit deinem Pferd verständigt. Ich muss dir noch sagen, dass mein Pferd Stella genannt wird.
„Und wie nennen wir mein Pferd?“
„Ich heiße Marengo, beginnt das Pferd zu sprechen und scharrt ein wenig mit einem Vorderhuf. Lilli geht hin und umarmt Marengos Kopf.
„Lieber Marengo, ich werde immer gut zu dir sein“ verspricht sie ihm. Dann rollt sie das Fell zusammen und schnallt es mit einem Gurt auf Marengos Rücken. Auch Lilienprinz zurrt die Taschen auf Stellas Rücken fest. Als sie sich umblicken, sehen sie, dass die Hasen beobachten, wie sie auf ihre Pferde steigen. Lilli winkt ihnen zu und dann reiten sie los, über die Lichtung hinüber in den Wald hinein.

Auf dem Weg

„Lilli, ich weiß, dass du allein mit deiner Mutter nicht weit von hier lebst. Wir werden zu ihr reiten und ihr sagen, dass du nun mit mir kommst.“
„Ganz so ist es nicht, Lilienprinz, die Frau, bei der ich wohne, ist meine Stiefmutter. Vor langer Zeit starben mein Vater und meine beiden Stiefschwestern an einer schweren Krankheit, die im Land wütete. Nur seine Frau, meine Stiefmutter und ich blieben am Leben. Meine Mutter ist bei meiner Geburt gestorben, so hat mein Vater es mir immer erzählt und er heiratete dann meine Stiefmutter mit ihren beiden Töchtern. Ich denke, sie wird mich nicht vermissen und ich sie auch nicht. Im Gegenteil, sie sieht mich als eine Belastung an und wird sich sogar freuen, wenn ich weggehe. Ich werde mich von ihr verabschieden und dich vorstellen und dann bin ich frei!“
So geschah es, der Abschied zwischen Lilli und der Stiefmutter war kalt und die Frau konnte nur mit Mühe ihre Freude darüber verbergen, dass sie nun Lilli los war.





3/12/2018


Der Traum

Lilli hört aufmerksam zu, während sie von den Trauben eine nach der anderen  in den Mund steckt. Lilienprinz schenkt beiden Apfelsaft nach und fährt fort:
„Bevor ich die Reise begann, hatte ich einen Traum. Die Mohnblumenfrau kam zu mir, öffnete einen schwarz-weißen Sack aus Kuhleder und zeigte mir einen kleinen, dunkel glänzenden Becher. Sie gab ihn mir mit der Aufforderung, daraus zu trinken. Er war leer. Fragend schaute ich sie an. Sie nickte und ich setzte ihn an meine Lippen. Kaum getan, spürte ich eine süße Flüssigkeit und trank. Sie erklärte mir, dass dieser Saft mich stärken würde und befähigen, auf meiner Reise Dinge vorherzusehen, was auf mich wartete. Immer, wenn ich spürte, dass die Kraft mich verlassen würde, sollte ich den Becher zum Mund führen und daraus trinken. So würde meine Kraft zurückkehren mit dem Saft, den mir der Becher geben würde.
Wieder griff sie in den Sack und zog einen Strauß mit Mistelzweigen hervor. Er war schon ein wenig trocken, nur die gelbgrünen Beeren schimmerten frisch und glasig an den Zweigen.
Sie erklärte, dass diese Beeren mir zeigen würden, wie es meiner Mutter und meiner Schwester ging. Wenn sie glänzten, bedeutete dies, dass es den beiden gut ginge. Sollten sie trüb und schrumpelig aussehen, bestünde Gefahr für die beiden. Wieder griff sie in den Sack und zog eine Kugel heraus. Sie sah aus wie ein Spiegel. Sie riet mir, diese Kugel immer in meiner Hosentasche zu tragen. Sollte ein gefahrbringendes Wesen auftauchen, so sollte ich ihm die Kugel entgegenstrecken. Das sollte das Wesen blenden und lähmen.

Außerdem erklärte sie mir, dass der Saft auch meinem Pferd helfen könnte, sollte es sich verletzen oder erschöpft sein. Auch erlaubte sie mir, diejenigen von dem Saft trinken zu lassen, von denen ich glaubte, sie würden ihn brauchen. Sie beendete ihre Anweisungen noch mit dem Rat, in die Spiegelkugel zu schauen, sollten die Mistelbeeren sich trüben. So sollte ich sehen, wie es um meine Schwester und meine Mutter steht. Dann legte sie ihre Hand auf meine Stirn und verschwand.
Als ich am Morgen aufwachte, fand ich neben meinem Bett einen dunkelglänzenden Becher, einen Strauß Mistelzweige, dessen Beeren matt wie Perlen glänzten und eine silbern spiegelnde Kugel. Der Traum fiel mir ein. Ich nahm die Dinge und verwahrte sie in einer Truhe.


3/11/2018


„Ja, das bin ich, Lilienprinz, ich bin so hungrig vom Spielen und ich möchte zu gern wissen, was das alles zu bedeuten hat…“
Lilienprinz nimmt 2 Ledertaschen, die hinter dem Sattel hängen, stellt sie dann neben die Birke. Aus der einen holt er ein weiches Schaffell und legt es aufs Gras. Als er die andere Tasche öffnet, rollen mehrere rote Äpfel heraus. Ein Henkelkörbchen  enthält Weintrauben und in Weinblätter gewickelte Käsestücke. Auch eine Flasche Apfelsaft holt er herau, sowie braune Tonschalen. Weißes Brot duftet einladend und sie beginnen zu essen.
„Lilienprinz bitte erzähle mir mehr von der Mondblumenfrau und von dir. Woher kommst du? Welche Reise meinst du?

Lilienprinz erzählt seine Geschichte

„Lilli, ich komme von weither, sehr weit, aus einem Land, wo alle Menschen glücklich waren, bis etwas geschah, das sich bis heute nicht geändert hat. Mein Vater lebt dort noch, eingehüllt von seinem großen Kummer. Vor vielen Jahren, als ich noch klein war, hat ein mächtiger Zauberer meine Mutter und meine Schwester Livana mit sich genommen. In einer schrecklichen Sturmnacht erlaubte er dem Sturm,  das Tor zu unserer Burg aufzubrechen. Auf seiner schwarzen Wolke flog er durch die Gänge zum Schlafzimmer meiner Eltern, er hüllte sie und meine Geschwister Livana und meinen Bruder Jalmari, einen Säugling, ein in seine Wolke und alle flogen durch das Tor wieder hinaus. Es ging alles so schnell, die Hilfeschreie meiner Mutter weckten meinen Vater, aber er konnte nichts mehr tun. Er stand hilflos neben dem Bett und hörte das höhnische Gelächter des Zauberers. Ich schlief in einem anderen Zimmer. Am nächsten Morgen erfuhr ich alles von meinem Vater.
So lebten mein Vater und ich eine Weile allein. Nur die Kinderfrau, die für mich und meine Schwester gesorgt hatte, bevor das Unglück geschah, blieb noch bei uns. Die Amme meines kleinen Bruders kehrte zu ihrer Familie zurück.
Diese Kinderfrau ist die Mohnblumenfrau, von der ich dir schon erzählt habe.“
Lilli hörte mit großen Augen zu und unterbrach Lilienprinz nicht.

Er nahm einen Schluck von dem Saft und erzählte weiter:
„Die Mohnblumenfrau sorgte für meinen Vater und mich, sie liebte mich wie eine Mutter. Als ich 16 Jahre alt war, erwähnte sie, dass ich nun bald eine weite Reise antreten würde. Sie erklärte mir, wo ich dich finden würde und dass du meine Begleitung sein würdest. Als ich 18 Jahre alt war, ging sie zu meinem Vater und erklärte ihm, dass es nun meine Aufgabe sein würde, meine Mutter und meine Schwester zu befreien, sie lebten als Gefangene und Dienerinnen  bei dem Zauberer in seinem Sturmpalast, weit weit fort. Sie wussten aber, dass ich kommen würde, um nach ihnen zu suchen. Daher hat sie der Mut bis jetzt nicht verlassen.


3/10/2018


Sie öffnet bald die Augen. Sie schaut sich um – da erblickt sie einen weißen Schimmer zwischen den Bäumen am Rand der Lichtung. Sie kneift die Augen ein wenig zusammen – dieser weiße Schimmer bewegt sich zwischen den Stämmen, kommt näher und näher – sie erkennt ein weißes Pferd. Der silberne Schwanz wippt ein wenig, die Mähne schimmert silbern und auch die Hufe blitzen auf, wenn das Pferd sie aus dem Gras hebt. Das Zaumzeug ist schwarz, lange Wimpern umranden  die dunkelblauen Augen dieses besonderen Pferdes. Es wird am Zügel geführt von einem jungen Mann, dessen dunkles Haar die Schultern berührt. Mit seinem roten Anzug kann Lilli ihn jetzt auf der Lichtung wunderbar beobachten. Sie sitzt ganz still und betrachtet dieses wunderhübsche Pferd und seinen Führer.  Langsam kommen sie der Lichtungsmitte näher. Lilli ist fasziniert, sie steht auf, als Pferd und Führer halt machen.
„Guten Tag, Lilli“ begrüßt sie der junge Mann lächelnd. „Ich freue mich, dass ich dich endlich gefunden habe. Ich bin Lilienprinz und habe erfahren, dass du hier im Wald bist. Die Mohnblumenfrau hat es mir gesagt, als ich bei ihr rastete.“
„Woher kennst du mich, Lilienprinz?“ fragt Lilli staunend.
„Lilli, als ich ein kleiner Junge war, hat die Mohnblumenfrau mich gepflegt. Sie hat mir immer von dir erzählt und davon, dass ich dich eines Tages finden werde und du meine Begleiterin sein wirst auf meinen Reisen. Sie hat heute eine Nachricht an deinen Vater geschickt, dass du von jetzt an bei mir bleiben sollst und mir helfen wirst!“
„Warte einen Augenblick, Lilienprinz“ antwortet Lilli- Sie legt ihre Hände auf ihre Augen und bleibt eine Weile ganz still. Als sie die Hände herunternimmt, lächelt sie Lilienprinz an. „Du hast Recht, mein Vater hat zu mir gesprochen. Er bestätigt, dass ich bei dir bleiben soll.“
Lilienprinz nickt ihr zu, geht dann ganz dicht an sein Pferd heran und flüstert ihm etwas ins Ohr.  Das Pferd bewegt die Ohren hin und her und beginnt, mit dem linken Huf zu scharren. Ein kleines Loch entsteht auf der Erde, das größer und größer wird und eine weiße Rauchwolke steigt aus ihm herauf. Der Rauch wird dichter und dichter, bis er langsam und in den Himmel steigt und sich verflüchtigt. An seiner Stelle steht ein etwas kleineres Pferd als das große Weiße. Das hellbraune Fell ist mit kleinen und größeren weißen Pünktchen übersät. Die hell schimmernde Mähne und der Schwanz schimmern wie Seide. Es zieht die Lippen ein wenig hoch, als wollte es lächeln. Ein brauner Sattel liegt auf seinem Rücken, der mit kleinen weißen Lilien bestickt ist. Ein Bündel aus blauem Stoff steht neben den Vorderhufen des Pferdes.

„Dies ist jetzt dein Pferd, Lilli, in dem Bündel findest du einige Kleider und einen Mantel für dich. Etwas zu essen habe ich für uns mitgebracht und ich finde, wir sollten uns jetzt etwas stärken, bevor wir unsere Reise beginnen. Dann erzähle ich dir, wohin wir reiten werden und wobei du mir helfen sollst. Bist du damit einverstanden?“

3/09/2018

Lilli  und Lilienprinz

Ein phantastisches Abenteuer für Kinder und Erwachsene
von
Gerwine Ogbuagu





Begegnung

Federige Wölkchen verschleierten die Sonne. Lerchen stiegen auf und nieder, Stare schaukelten fröhlich auf den Ästen der Bäume, auf deren Zweige schon
Grün sprießte. Märzhasen spielten im Gras der Waldlichtung und kleine Waldmäusekinder huschten unter den Büschen hin und her. Etwas weiter entfernt schien sich ein Stück des Rasens zu bewegen, sanft nach oben zu wölben, bis sich ein kleiner Haufen Erde auftürmte, der auf dem Rasen liegen blieb. Ganz in der Nähe geschah dies noch einmal und noch einmal, bis schon sieben Hügel sich versammelt hatten. Maulwürfe konnten sich endlich wieder frei unterirdisch bewegen, weil die Erde aufgetaut war nach dem allzu langen und kalten Winter.
Mitten auf der Lichtung sitzt ein Mädchen. Sie spielt mit den neuen zarten Grashalmen und schaut auf die spielenden Hasen. Ganz still sitzt sie. Wenn die Hasen näher kommen, klatscht sie in die Hände und ruft:
“Kommt zu mir, ihr Häschen, ich möchte mit euch spielen!“
Die Häschen winken ihr zu und rufen „Gern, Lilli, komm‘ und spiel mit uns!“

Sie springt auf und alle tollen auf der Wiese herum und spielen fangen, wenn sie eines fängt, hält sie es zärtlich auf ihrem Arm,  schnuppert das weiche Fell und streichelt die schönen langen Löffel, deren rosa Unterseite schimmert. Lillis braune Locken fliegen um ihr Gesicht und sie lacht begeistert, wenn sie wieder ein Häschen fangen kann. Nach einer Weile lehnt sie sich müde und erhitzt an einen Birkenstamm, dort ruht sie ein wenig aus. Sie blickt um sich herum, beobachtet den Waldrand und sieht, wie Mäuse hin und her huschen. Sie schließt die Augen und für eine Weile schläft sie sogar.


2/14/2018

Heute empfehle ich Euch den neuen  booksnack von Joan Weng

"Klavierstunde"


Samt und Spitze


Diese Kurzgeschichte von Joan Weng erfüllt sämtliche Kriterien, die man von einer Kurzgeschichte erwartet. Welche das sind, erklärt der Verlag in einer Einführung sehr schön. Diese Idee, die Leser noch ein wenig vorzubereiten - auf das, was sie erwartet, gefällt mir sehr gut.
Joan Wenig versteht es meisterhaft, durch die kleinen (weil Kurzgeschichte), eingestreuten Cliffhanger große Spannung zu erzeugen. 

Die Charaktere sind überzeugend gezeichnet durch das was sie tun: die Mütter sprechen sich mit „meine Teure“ an, trinken gemeinsam Kaffee und organisieren Veranstaltungen. Nur Frau Zeidler führt ein anderes Leben, und ihr für damals ungewöhnlicher Name "Vicky" zeigt es an. Joan Weng zieht alle Register, die einen Text spannend machen und die Leser bei der Stange halten. Sie platziert kleine vorausschauende Bemerkungen ein wie „und dabei ahnten sie ja nicht im Entferntesten, was noch kommen würde.“
So geht es weiter, die Beschreibungen der 50er-Jahre Kulissen, die an der Puppe Romy gezeigt werden, sowie an dem grünen Samtkleid mit Spitzenkragen und –manschetten stimmen  in jedem Detail. Der langhaarige Pianist verwirrt die Spießer und gibt zu vielen Vermutungen Anlass. Die erste Liebe der Erzählerin zu ihrem Klavierlehrer geht ans Herz sowie das Verhalten der grausamen Schülerinnen, die der Mathelehrerin das Leben vergällen.
Die Geschichte steigert sich immer weiter zum Finale, die Spannung wird kunstvoll aufgeladen, „an das, was danach kam, kann ich mich nur noch verschwommen erinnern.“ Gerade, wenn man sich vorstellt, was nun noch kommen wird und sich freut, es erzählt zu bekommen…ja was geschieht dann? Lest selbst, damit es hochspannend bleibt.
Diese Kurzgeschichte ist ein Meisterstück, sie enthält im Ungesagten genauso viel wie im Gesagten. Sie erinnert an Fontanes „Effi Briest“, an Flauberts „Madame Bovary“- Sie wirft Fragen auf, die selbst Philosophen oder Juristen nur sehr schwer beantworten können, wenn überhaupt.


2/19/2016

Nackte Zweigspitzen

Sanftes Zittern  im Schneeflug

Streicheln meine Hand



3/10/2015



Rosen und Feigen

Vivian Rose ist ein ungewöhnliches kleines Mädchen, ganz besonders in der Zeit, in der sie lebte, mit elf Jahren war das 1904. Ihre Kindheit hatte sie sie bis dahin mit Lesen verbracht, Lesen besonders der alten Schreiber, Herodot,  Homer. Sie hatten ihre Fantasie so sehr angeregt, dass sie mehr und mehr wünschte, Archäologin zu werden, an Ausgrabungen teilzunehmen. Ein Unterfangen, dass zu dieser Zeit so gut wie undenkbar war für ein Mädchen. Verständnis für ihren Wunsch findet sie nur bei ihrem Vater, ihre Mutter will mit allen Mitteln verhindern, dass sie solche Pläne entwickelt.
Wir springen mitten hinein in ihre Geschichte, sie beginnt für uns an einer Ausgrabungsstätte. Eine kosmopolitische Gruppe von Wissenschaftlern ist dort versammelt. Dies ist der Stoff, aus dem gute Geschichten sind. Ein hochgebildeterTürke, ein Archäologe, ja, ein Polymath, der aus einer armenischen Familie stammt, Vivian, die schon lange von diesem Freund ihres Vaters fasziniert und in ihn verliebt ist, sie weiß es nur noch nicht. Auf dem Weg zurück von der Ausgrabungsstätte in Anatolien, früher Karien, erfahren sie, dass der Erste Weltkrieg ausgebrochen ist und für Vivians überstürzte Abreise aus dem Osmanischen Reich nach England sorgt.
Diese kleine Leseprobe gibt uns einen Eindruck von der faszinierenden Sprache Kamila Shamsies, sie ist eindringlich und spricht alle Sinne des Lesers an, besonders den gustatorischen und  olfaktorischen. Der Roman verspricht Unterhaltung im weitesten Sinne, intelligente Unterhaltung, Informationen für geschichtlich interessierte und diejenigen, die große, ungewöhnliche Liebesgeschichten lieben.


http://www.amazon.de/Die-Stra%C3%9Fe-Geschichtenerz%C3%A4hler-Kamila-Shamsie/dp/3827012287/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1425982835&sr=1-2&keywords=shamsie

12/24/2014

Christmas waves a magic wand over this world, and behold, everything is softer and more beautiful. ... ~Charles Dickens, The Pickwick Papers

Merry Christmas to everyone!!!

 

 

4/29/2014

Tulip








Tulip o dewy tulip

embedded in fern

freshness delight my soul

10/28/2012


Winter stalking fall

coming out from hiding

night brings ice image




Mirror on the wall

embrace me and my secrets

mysterious fog

7/08/2012

Heartbeat

City of Frankfurt

Your skyscrapers resounding

The heartbeat of Drums

Harmattan



Harmattan, pale one


Blazing your white sun for us

Spreading veils of dust.





Soporific rain







Soporific rain


all living and non living


cannot hide from you


5/02/2011

two lovers' life caught

cherry blossoms abundant

wind of Fukushima




adapted from Basho

4/11/2011

reminiscence to impressionism


the fleeting moment

no more we are allowed

no dwelling permit

moment in time

one moment in time


never to be forgotten

remaining in my soul.